Kategorie: D&D in zwei Wochen

Hier entsteht mein kleines Projekt in dem ich mir das D&D Regelwerk mit seinen 11 Kapiteln in 10 Werktagen durchlesen und darüber berichten werde, wie es mir so gefällt, was besonders ist und wie das alles so aussieht.

Von der Redaktion abgesegnet – Briefspiel- Forentreffen 2007

Die Rede ist von Vinsalter Forentreffen dieses Jahr in Raversbeuren – stattgefunden letztes Wochenende. Es waren nicht so viele Leute da wie damals, aber dafür kannte ich viele schon und war froh, auch neue Gesichter kennen zu lernen. Hier mal mein Bericht für all die Daheimgebliebenen:

Anfahrt
Gemütlich nachmittags holte mich der Philipp Seeger aus Hildesheim ab und wir rasten auf Landstraßen und einem schicken VW Fox (ja, das ist eine Kaufempfehlung 😀 ) Raversbeuren entgegen. Seine Entscheidung einge Staus weiträumig zu umfahren und eine Fähre über den Rhein zu nehmen erwies sich als nicht die schnellste, aber eine schöne, denn so konnten wir viel Landschaft bewundern, sind an zahllosen Burgen Mitteldeutschlands vorbeigekommen und mit einer Fähre über den Rhein geschippert. Es war sehr angenehm, wurde am Ende aber doch sehr spät: unsere Ankunft war erst nach 21 Uhr und wir verfuhren uns promt. Die netten Dörfler dort aber wiesen uns den Weg – und luden uns zum B.R.U.N.N.E.N.F.E.S.T. ein.

Freitag abend & nacht
Kaum angekommen fragten mich einige Leute wann wir denn mit Shadowrun anfangen würden – die Runde hatte ich eigentlich für FR abend angekündigt, aber einhalten konnte ich das nicht weil ich zu der späten Stunde auch noch was essen wollte und Charaktere gemacht werden mussten. Grillen war etwas langsam, denn es kam keine Kohle und unser Foren-Ingerimm hatte Mühe, die Glut bei Laune zu halten. Erst als die Kohle kam, legte auch ich mein Fleisch auf den Grill und unterhielt mich mit den Leuten. Alles Briefspieler! Wohin das Auge blickte, nur Briefspieler, gradezu schrecklich. Wie gern hätte ich den Quendan da gehabt! 😉 Aber man konnte sich ja arrangieren, den Abend zumindest habe ich überlebt.
Danach war dann noch ein bis in die Nacht laufendes Palaver, keine große Party, aber als Elwin mit Meleij einen Charakter machte, meinte er wenigstens am Ende „Wir haben ein Monster geschaffen!“ (was aber gar nicht so stimmte…) und entspann sich ein kleiner Dialog, den ich in meinen Neulichbereich (in der Navi links) getan habe… jedenfalls gingen die beiden und ich dann auch ins Bettchen, schließlich war morgen früh aufstehen angesagt.
Dem Elwin ist noch anzurechnen, dass er zumindest PtA und Inspectres dabei hatte – leider kamen wir nicht zum spielen, wobei mich vor allem Inspectres interessierte. Sehr schade (nächstes Mal!) – auch meine Indiespiele waren nicht gefragt und Arturion war auch niocht dabei (wir brechen das Eis wenn wir uns mal sehen 😉 )

Samstag – Tag des B.R.U.N.N.E.N.F.E.S.T.E.S.
Morgens ging es schon los – beim Frühstück bastelten wir Shadowruncharaktere zusammen, ich erklärte Meleij das Regelsystem ein wenig und stellte mit Elwin ein paar Tische im großen Saal auf. Der Run begann mit einer Gangerschaffung und wie die Charaktere da drin steckten, bekam den großen Anfangsknall als die Hauptlocation der Gang ausgehoben wurde, dann kam eine Recherche, wer das denn gewesen sein könnte (was sich in meinen Augen leider viel zu sehr in die Länge gezogen hat, sowas muss ich demnächst mehr abkürzen) und als sie es herausgefunden hatten waren sie kurz davor, einfach zu kapitulieren. Aber wegen Geld haben sie sich dann doch mit dem Konzern angelegt: sie erledigten einen Exec von Wuxing auf einer Baustelle, die er besuchte und er nahm einen fetzigen Abschied, fast ohne das einer seiner Leute den Alarmknopf drücken konnte. Fast. Aber das war schon der Abspann. Wir hatten auch schöne Ideen für die Outtakes nach dem Film: das waren die Szenen, in denen die Charaktere Edge einsetzen mussten, um ihre manchmal recht grandios verhauenen Proben zu wiederholen… 😀 Ansonsten hat die Runde in meinen Augen recht gut zusammengespielt und ich habs tatsächlich geschafft für 6 Chaoten zu leiten! 🙂
Dann kam das B.R.U.N.N.E.N.F.E.S.T. – langsam marschierten wir da alle hin und wurde tatsächlich fotografiert – Fremde in Raversbeuren! Das musste für die Nachwelt festgehalten werden! Es war recht gemütlich da, allerdings waren die Preise fürs Essen sehr gepfeffert… wir gingen dann, als wir zwei Kinder sahen, die eben noch lustig um den Brunnen tollten, und nun mit Äxten und seltsamen Blick auf einen Baumstumpf einhackten… am Brunnen waren wieder vier neue Kinder die friedlich herumtollten…
Zurück im Haus wurde von einigen erstmal Fußball geguckt und ich konnte meine auf dem Fest gebrachte Behauptung, bei Treffern verliert man nur LE und keine Ausdauer in DSA4, untermauern (es lebe MBK und wehe sie ändern das in WDS!) und eine Runde vorbereiten. Für sieben (!!!) Leute leitete ich ein sehr offenes Szenario, aber dazu mehr bei der Beschreibung des nächsten Tages. Denn nachdem sich meine Runde ins Bettchen verabschiedete um am Sonntag weiterzuspielen, wollte ich noch ein Kurzszenario beim Björn mitspielen. Leider hat Mr. „Das kriegen wir heute garantiert nicht durch“ seine Behauptung wahrgemacht und so geht ein weiteres unfertiges Abenteuer in die Warteschleife 🙁 Dabei war es sehr schön, denn wir hätten einfach nur zu Dorf B laufen und sie alle umbringen müssen! Schöner Plot, den ich trotz metgefüllten Bauches noch gut mitbekommen habe…

Sonntag – Dogs in the Grüne Ebene oder Praiosgeweihte in the Vineyard
Nun will ich denn künden von der Runde, die am Sonntag fortgesetzt wurde, nachdem es Samstag schon sehr spät wurde. Zunächst: ich wurde schon Samstag Mittag gebeten, zu leiten, hatte auch erst eine Railroadingfreie Testversion von „Die Attentäter“ im Sinn aber einer der Mitspieler rdete eindringlich auf mich ein, dass das für seinen CHarakter nicht gehen würde. Gut, dachte ich mir, leite ich eben nicht, ist entspannter. Ich hatte den Großteil der Zeit auch wirklich keine Lust zu leiten, aber während des B.R.U.N.N.E.N.F.E.S.T.E.S. kam mir die zündende Idee, die sich immer weiter ausbreitete. Das Szenario wurde schnell aufgebaut: mitten in der Grünen Ebene hatte der Praiosgeweihte ‚Inowen aus den Nordmarken‘ eine Gemeinschaft aufgebaut, die so rein und gut sein sollte, auf das Praios sein heiliges ewiges Licht wiedererscheinen lassen möge. Und seine permanenten Anfragen gen Elenvina blieben nicht unbeantwortet: zwei Praiosgeweihte wurden mit einer Kolonne ausgeschickt, ihm einen Tempel zu bauen. Allerdings hatten auch die Elfen bemerkt, dass da in kürzester Zeit ein Dorf entstanden war und schickten nach ihrer menschenkundigsten – der Spielerelfe von Meleij. Sie nahm einen Auelfenkämpfer, den sie schon kannte, mit, weil sie Probleme befürchtete. So hatte ich schon vier Spieler im Boot. Von sieben! Die restlichen drei (eine Söldnerin, eine Hure, ein Kundschafter) konnte ich dankenswerterweise gut im Dorf unterbringen und verflocht sie auch schon mit den dortigen NSCen.
Dann ging der Tanz los. Das ganze Szenario war sehr ergebnisoffen, ich ging zwischenzeitlich sogar davon aus, dass die Elfen einfach mit roher Gewalt das Dorf auslöschen wollten (immerhin waren es Steppenelfen, von denen habe ich keine Ahnung also ging ich davon aus das sie in etwa so wie Meleijs Elfe, der zeitweise ein sehr brauner Hintergrund nachgesagt wurde, nur nicht ganz so krass drauf waren) aber glücklicherweise holten sie sich rechtskundliche Hilfe aus Gerasim, wo tatsächlich ein Elf den Tralloper Vertrag mitbrachte – aber ganz nach Art der Gerasimer nach Verbrüderung strebte. Während des Szenarios kam heraus, dass sich die Menschen hier mehr oder weniger insgeheim mit den ansässigen Goblins verbrüdert hatten und fast unbemerkt von den anderen Spielern kamen Anschläge der Schamanin zu den Geweihten und anderen durch, obwohl sie von einem Mitspieler durchgeführt wurden!
Das Zusammenspiel war ohne sehr gut und dafür muss ich die Gruppe ausdrücklich loben: es war keine Gruppe im eigentlichen Sinn, sondern mehrere Parteien, die ihre Standpunkte hatten, sie interagierten sehr gut untereinander (es gab quasi immer was zu besprechen), während ich mich mit neuen Informationen um einzelne Spieler kümmern konnte, deren Reaktionen dann direkte Auswirkungen an der anderen Tischseite hatten, wo ich quasi mit einem NSC mitten in ein Gespräch platzte. Es war im Grunde ein kleines Multiparalleles Abenteuer mit einer Menge Schnittpunkte.
Ich gebe zu ich war von dem Ding auch sehr begeistert, weil es einfach unglaublich flüssig klappte und der komplette Tisch quasi aus dem Typus „Method Actor“ bestand, die ihre eigenen Überzeugungen doch noch mit einbrachten. Die ganze Handlung, die sich entspann zusammenzufassen, fällt mir automatisch sehr schwer, da ich nicht immer überall anwesend war und in großen Teilen keinen Einfluss auf das, was passierte hatte. Ich hoffe, dass die Mitspieler demnächst im Vinsaltforum wieder zusammenkriegen was in dieser „Woche in Praiosbeuren“ eigentlich genau passiert ist…
Das ganze Ding war im Grunde „Dogs“-gestützt, ich habe ein Dorf gebaut und bin die verschiedenen Eskalationsstufen hoch, wir waren schon fast vor „Hass und Mord“, doch das konnte durch eine gelungene Hauswirtschaftsprobe (!!!) verhindert werden! Schön war auch, dass sich während des Spiels die NSCe gegenseitig und interagierend mit den Spielern verändert haben. Ich bin noch immer recht begeistert 🙂

Die Rückfahrt – Burgentour
Die Rückfahrt war dann übrigens doch noch sehr entspannt, schnell und mit guter Musik gefüllt. Und ich hab Fotos von Burgen gemacht – Burgen sind toll 😉 Bis zum nächsten Brunnenfest, Raversbeuren! ;D

Wand aus Dornen

Ja, ich bin grade dabei das Zauberspruchkapitel im D&D Spielerhandbuch abzuschließen. Immerhin leite ich morgen meine erste Runde D&D und hoffe, das Spieltechnisch einigermaßen sauber hinzulegen. Eigentlich sind mir die Grundprinzipien des Spiels ja klar und ich wurde ja auch darauf hingewiesen das die Armor Class kein Rüstschutz ist.
Die Wand aus Dornen ist da allerdings eine Ausnahme… wohl schwerer zu treffen, wodurch weniger Dornen treffen und Schaden machen… aber das wäre Physik und D&D ist keine Physikengine… nyargh. Ich krieg das schon noch irgendwie hin…

D&D Kapitel 10: Magie

Sooo nach langer Zeit und einigen langweiligen Bahnfahrten habe ich mich doch noch dazu durchgerungen, das nächste Kapitel zu lesen. Naja ich hatte viel um die Ohren und D&D geriet dabei mehr und mehr in Vergessenheit. Irgendwie machte dieses Kapitel dann aber auch grade wieder Lust, weiterzulesen…

Es ist ein eher dünnes Kapitel mit grade mal 11 Seiten aber dennoch sind dort verdammt viele Informationen verdammt dicht präsentiert und organisiert. Wie funktioniert Magie und was ist das eigentlich? Wie wirkt sich das im Spiel aus? Welche Boni addieren sich, welche nicht? Welche Sprüche tun dies? Alles wichtige Fragen, die sofort geklärt werden.
D&D Magie funktioniert nach dem „Es klappt fast immer“ Prinzip. Wenn der Zauberer grade keine Bedrohung oder Ablenkung hat, gelingt jeder Zauber scheinbar immer. Bei schlimmem Wetter, Lärm oder plötzlich aus dem nichts einprasselnden Schadenspunkten muss dem Zauberer aber ein Konzentrationswurf gelingen, um den Zauber zu vollenden. Quasi wie DSA4, dass sich mit der Regel der verdoppelten Zauberdauer auch einen gewissen „Das kriegst du schon hin“ Bonus gibt. Bei D&D ist das nur konsequenter: „Du kriegst das hin!“. Es sei denn man trägt Rüstung, dann hat man eine gewisse Chance, dass das Zaubern misslingt.
Dann wird erklärt wie das Format der Zaubersprüche aufgebaut ist und was die einzelnen Punkte und Unterpunkte bedeuten. Quasi wie die Merkmalserklärungen werden Erklärungen abgeliefert, was eine „Schule“ ist und wie sich das unterteilt und wie genau die einzelnen Angaben wirken. Zum Beispiel bedeutet „Reichweite“ die Strecke vom Zauberer die der Zauber wirken kann. Macht man einen Feuerball mit dem Mittelpunkt bis genau zu dieser Grenze verschwendet man einen halben Feuerball… es ist einiges taktisches dabei und es wird erklärt, wie Zauber wieder aufhören können.

Der wirklich interessante Teil sind aber die letzten 3,25 Seiten: wie die Zauberer die Zauber sehen und mit ihnen umgehen. D&D setzt auf das Konzept „Sprüche pro Tag“. Man hat keine Energiepunkte mit denen man Zauber speisen muss sondern ein bestimmtes Kontingent an verfügbaren Sprüchen pro Tag. Diese muss man vorbereiten, eine Stunde, jeden Tag, wenn man alle „Spellslots“ neu füllen will. Das Konzept des Vorbereitens ist auch schön erklärt, denn am morgen zaubert man die Sprüche, direkt nach langem erholsamen Schlaf in aller Ruhe. Aber kurz bevor der Effekt eintritt, bricht man ab und „behält sie in der Hinterhand“. So kann man sie dann schnell und spontan am Tag einsetzen. Dann braucht man wieder 8 Stunden Schlaf um seine Energie für morgendliche Vorbereiten zurückzubekommen. Eigentlich sehr schön und irgendwie glaube ich, dass ein Zauberer, wenn er einen Platz für einen Spruch nicht genutzt hat, im Grunde mit seinem Zauberbuch, einer Viertelstunde Zeit/Ruhe und den benötigten Komponenten diesen Zauber auch „spontan“ ausführen können sollte.
Auch erklärt dieses Kapitel mir erstmals konkret, warum Wizards genauso mächtig sein können wie die Sorcerer, die ja viel mehr Zauber am Tag haben als erstere. Denn Wizards kriegen durch abschreiben, kaufen und anderes einfach mehr verschiedene Sprüche zusammen, während die anderen Klassen nur „pro Level eine bestimmte Anzahl dazubekommen“ (soweit ich das verstanden habe).
Die „göttlichen Zauberer“ (Priester/Clerics) kriegen ihre Zauber während sie eine Stunde beten unter denselben Systemtechnischen Bedingungen wie die anderen Zauberer, auch sie brauchen ebenfalls acht Stunden erholsamen Schlaf und Ruhe um zu beten.

Dabei sehe ich allerdings eine kleine Schwäche: im Krieg können Zauberer dann fast nutzlos werden, wenn sie immer bedrängt werden. Oder wenn mal eine Naturkatastrophe eintritt: man braucht 8 Stunden erholsamen Schlaf am Stück, dazu eine Stunde Ruhe und Frieden um alles vorzubereiten. Das ist ganz schön heftig, ein Drittel des Tages ist also quasi futsch, während die anderen Abenteurer sich langweilen oder versuchen, die Ruhe des Zauberers aufrecht zu erhalten, indem sie die Armee ankommender Untoter dahin zurückschickt wo sie herkamen. Und der Cleric ist grad am Beten für SEINE Zauber und könnte hier mit „Turn Undead“ so viel besser helfen… (moment, da ist ja ein gewisses Abenteuerpotenzial… aber nicht am Stück)

Alles in allem gab dieses Kapitel richtig IDEEN an mich und macht richtig Lust weiterzulesen! Irgendwie mag ich auch dieses „Zauber pro Tag“, wohl weil es neu ist, aber ich finds gar nicht so schlecht wie viele immer drüber wettern.

Also auf zu den älteren Ufern, ich schreibe über das Zauberspruchkapitel hier hoffentlich etwas frequenter, vor allem, wenn mich etwas interessiert, was hier gelöst werden könnte 🙂

Leichte Verspätung

Für alle, die evtl. auf die letzten beiden Artikel zu D&D warten hier eine kleine Entschuldigung: hab heute (also gleich nachher) Klausur und danach entspanne ich mich erstmal wieder beim DSA… werd also erst morgen weitermachen. Und ob ich dann den Rest der Woche das D&D Zauberspruchkapitel lese oder mir für die hammerharte Informatikklausur am Montag Wissen einprügle muss ich auch sehen… *gnarf*

D&D Kapitel 9: Adventuring

Das neunte Kapitel ist wieder eines der schlanken die ich sogar noch vor Mitternacht durchgelesen habe. Es beinhaltet auch nur grundlegende Informationen zum „Abenteurern“: wie viel kann man tragen (wichtig bei den vielen Schätzen in D&D: kann man einen bewusstlosen Charakter noch mit seinen Schätzen abtransportieren oder muss man die evtl. noch da lassen? Sollte man lieber den Schatz als den Charakter abtransportieren? „Wir konnten dich nicht tragen – aber deinen Schatz haben wir gerettet!“ 😈 ) wie schnell kann man sich über Land bewegen, zu Fuß, per Pferd oder mit einem Schiff? Alles schön in Tabellen organisiert und sehr praktisch, quasi „Standardequipment“ in jedem Abenteuer. Wobei normale Menschen mit leichter Last 32 Meilen gehen können in D&D – das sind ~51,5 Kilometer! Die sind ja viel schneller als in DSA! :shocked:
Dann ist noch beschrieben, wie man sich quer durch einen Dungeon krault indem man Türen, Wände, Palisaden, und Metall zerprügelt und vernichtet und schließlich und endlich kommt der Hinweis wie man Schätze aufteilen sollte.

Ein sehr rundes, nötiges und kurzes Kapitel. So mag ich das!

D&D Kapitel 8: Combat

Anmerkung: der Artikel ist von gestern… und jetzt, wo das Wohnheimnetzwerk wieder geht kann er auch gepostet werden 🙂

Kommen wir zu dem wohl meist benutzten Kapitel in D&D: Kampf. Der scheint sehr wichtig zu sein, dessen Bedeutung wird anhand der Einleitung und der Seitenzahl schnell klar. Und es ist eine Menge. Auf vielen Seiten wird das Schlachtfeld („Battle Grid“, D&D benutzt per Default einen Spielplan), Kampfaktionen, spezielle Aktionen und Bewegung beschrieben. Dabei spielt es sich zwar einerseits fast wie ein Tabletopspiel aber durch das Schlachtfeld wird die Meisterwillkür die man aus DSA kennt größtenteils minimiert – wer kennt nicht das „wie weit ist der von mir weg?“ – „Äh, du brauchst exakt eine Kampfrunde…“? Solche Situationen sind durch die sehr klaren Regeln fast unmöglich. Es ist viel geregelt, dadurch habe ich allerdings das Gefühl, dass bei weitem nicht alles geregelt ist und sich das System ähnlich DSA irgendwann in Detailtiefe verlieren kann. Denn es ist nicht irgendein generelles Ding beschrieben, das man für jede Aktion nutzen kann, sondern man muss es sich aus den zahlreichen Sondermanövern selbst ableiten. Dadurch kommt auch sehr viel Redundanz in dieses Kapitel – sehr oft liest man, dass man vorher durch Gelegenheitsattacken meist auf die Fresse kriegt wenn man „Improved irgendwas“ nicht hat. Dann steht überall dass ein Zwerg oder ähnlich standfestes Wesen +4 auf „stehen bleiben“ hat, wenn es umgeschmissen werden soll. Das hätte man durch übersichtliche Kästen kürzen können, aber dann wäre der Effekt, dass man sich das merkt, vielleicht geringer gewesen (hab ich gestern auf einem Spontanredeworkshop gelernt 😉 )
Was mich ein wenig stört ist, das die Armor Class durch Rüstung es nur schwieriger macht, getroffen zu werden, ich denke, ich werde den Wert im Spiel auch als Schadensreduktion nutzen. Schilde und Gewandtheit allerdings nicht.
Schaden ist auch so ein Thema das lange behandelt wird. In D&D sind Helden noch solche und wenn sie nur noch eine von ehemals 125 Hitpoints haben, sind sie voll einsatzfähig. Einerseits „unrealistisch“ andererseits steht da auch das Konzept mit dem dies verteidigt wird: einerseits sind sie der Indikator wie viel Schaden man einstecken kann, andererseits sind sie ein Hinweis wie ein Held selbst kritische Treffer so umgeht, dass sie ihm nur leichte Wunden verursachen. Sooo schlecht ist die Erklärung in meinen Augen nicht.
Was mich bei den Spezialangriffen abseits der Feats ein wenig gewundert hat, war, dass „Charge“ also sozusagen der Sturmangriff, keinen Zusatzschaden macht sondern nur einen kleinen Bonus auf den Angriff erlaubt und dazu kriegt man noch einen Gelegenheitsangriff reingewürgt. Irgendwie… doof. Aber das sind Einzelheiten, ich mag auch die Finte irgendwie nicht (ich gehe davon aus, dass der Dexteritymod nie über +4 geht und nur die AC damit um diesen Bonus zu senken… das ist irgendwie… wenig…), aber dafür mag ich die anderen Spezialdinger. Es fühlt sich ein bisschen wie DSA3 an, wenn man so sieht, wie die ganze Sache strukturiert ist. Es nutzt außerdem ein ähnlich simples Initiativesystem, allerdings muss in D&D wenigstens auch gewürfelt werden 🙂
Was sonst noch zu sagen ist: die Möglichkeiten des Kampffeldes sind auf den ersten Blick verdammt verwirrend mit flanking und Kontrollbereichen und Reichweiten und und und… aber auch das ist sicher sehr viel einfach beim Spielen zu lernen…

D&D Kapitel 7: Crunch, Hartwurst und Equipment

Sooo, nachdem ich nun 8 Tage mal eine Pause eingelegt habe, weil ich einfach weniger Lust hatte mich neben meiner Freundin, dem Studium, den Klausuren und der Wohnheimverwaltung mit D&D zu beschäftigen (und das wohl auch erst im April damit losgeht, aber wer weiß was in der vorlesungsfreien Zeit so auf mich wartet), setze ich jetzt meine quasi „Late Night Show“ fort und wühle mich weiter durch das D&D Spielerhandbuch auf englisch.
Diesmal haben wir ein schönes Kapitel aufgeschlagen, denn es geht um Gold, Waffen, Rüstungen und „Special Gear“. Das Kapitel macht an jeder Stelle Lust auf mehr. Am Anfang wird noch für eine generische Welt beschrieben was denn so das ganze Gold und Silber wert ist und dann gehts zum eingemachten: Waffen! Hier werden quasi schon wieder die Kampfregeln angerissen indem bei jeder Waffe das eine oder andere vermerkt ist, mal als Text, mal als Verweis („siehe Entwaffnen, Seite X“) aber dennoch verständlich und wenn man sich dann das Rüsungskapitel ansieht, weiß man, warum D&D manchmal auch „Dungeonpunk“ genannt wird, denn der Stil der Rüstungen und Waffen beruht wenig auf realistischer Abbildung eines mittelalterlichen Settings, sondern eher darauf, cool auszusehen. Anders kann man sich die ganzen Stacheln kaum erklären 😉
Gut umgesetzt ist allerdings die Trennung zwischen Stich- Schnitt- und Schlagschaden, eine Waffe hat nicht drei Schadenswerte sondern eine oder zwei Arten von Schaden. Das ist sinnvoll wenn man dann einfach sagt „Skelette sind gegen Stichschaden immun“ – dann muss man nicht nach Waffenkategorien gehen wie in DSA. Unpraktisch finde ich die Unterteilung in Mini- Normal- und Großwaffen für die verschieden großen Kreaturen, aber das legt sich wohl mit der Zeit und mit dem Einsatz denn im Grunde ist auch diese Regel sehr eingängig. Alles in allem finde ich Waffen und Rüstungen soweit gut, außer, dass mehr Rüstungen da sein sollten… 😉

Der vierte Teil des Kapitels nach Geld, Waffen und Rüstungen ist aber der interessanteste für viele: sonstige Ausrüstung. Anstatt hier wie in DSA zu referieren wie viel denn eine Nacht in der Taverne kostet, was die Hartwurst wiegt oder wie viel ein 10m-Seil kostet, steht hier wirklicher CRUNCH. Dinge, die man einsetzen kann, einige kleine magische Items, nützliches Zeug und Ideen wie man es verwenden kann. Und einige Lichtquellen, dazu Regeln wie weit und wie lang sie leuchten… hier sieht man klar das „Dungeons“ aus D&D heraus. Die ganzen Optionen für das Zeug und die relevanten Boni, die sie verteilen kommen hier allerdings sehr gut unter und entgegen meiner Befürchtung wurde das Lesen nicht langweilig 🙂

Aber jetzt freue ich mich auf einen Tag voller Kampf, denn das Kapitel für morgen ist „Combat“ 😀