Donner und Sturm!

Endlich ist es draußen!
Okay, nicht dass ich darauf gewartet hätte, aber der “Hype” geht ja derzeit in diversen Foren um. “Donner und Sturm” ist wohl ein gutes Wagenrennen-Abenteuer mit vielen Szenen für die Helden und sehr viel Freiheit. Dieser Teil nimmt wohl auch den größten Platz im Abenteuer ein. Aber das Finale muss einiges an Kritik vertragen (ab hier nur weiterlesen, wer nicht gespoilert werden möchte).

Ich habe mir also einmal die Foren alveran.org, dsa4.de und vinsalt.de angesehen (da ich das Abenteuer wohl ohnehin niemals spielen würde) und muss sagen: ja, das Ende ist kritikwürdig aber keinesfalls überraschend.

Denn in dem Rennen gilt es einen Preis zu gewinnen und dieser Preis ist mitnichten nur Ruhm und Ehre – dazu gereicht es ja schon, wenn man nur mitfahren darf. Der Preis ist eine der mächtigsten göttlichen Waffen Deres und damit auch ein begehrtes Ziel für die anderen Teilnehmer, unter denen sich natürlich auch diverse Bösewichte befinden. Und was tut man am Ende mit einer solchen Superwaffe? In einer Fantasywelt nutzt man sie nicht zur “Abschreckung” – denn die schwarzen Lande kann niemand zur Abrüstung zwingen. Sie wird eingesetzt und zwar auf brutalstmögliche (also: effektivste) Art und Weise. Das würden die Bösen auch tun, wenn SIE den Wagen hätten (sie bräuchten wohl ein wenig Zeit um ihn “umzuweihen” und damit haben Helden Gelegenheit, ihn in einem Abenteuer wieder zurückzuerobern). In jedem Fall hat solch ein göttlicher Eterniumwagen das Potenzial zu wirklich großem – und wirklich großes verändert nunmal die Spielwelt.

Ich denke dieses Ziel, dieses Potenzial des Donnersturms und die Verbissenheit und Verzweiflung mit denen auch die anderen Teilnehmer des Rennens daran gehen, um damit ihre persönlichen und womöglich teilweise auch etwas egoistischen Motive durchzusetzen sollte man klar in den Spielfokus rücken um zu zeigen, dass dieser Wagen das Potenzial hat, Träume zu erfüllen und etwas großes zu bewirken.

Natürlich ist es am Ende besonders edel, wenn man ihn für ein größeres Ziel opfert und nicht für persönliche Zwecke (was nicht jederspielers Stil sein mag), vielleicht hat das ja auch der eine oder andere vor (aber hey, wer ist hier Held und wer NSC? WIR sind die Protagonisten ;) )

Dass die Redax sich nun für diese Art der Veränderung entschieden hat ist auch irgendwie verständlich. Es gibt so viele kritische Stimmen an den Schwarzen Landen, dass da irgendwann einfach einmal aufgeräumt werden muss. Wie das ganze genau abläuft und ob die Helden bei diesem superbombastischen Effektfeuerwerk unbedingt dabei sein müssen und ob das mit Leomar auch wirklich so sein muss wie es geschrieben steht, weiß ich nicht. Ich werde das Abenteuer beizeiten einmal gründlich lesen, aber bis dahin wird wohl noch einige Zeit vergehen (oder jemand leiht oder schenkt mir das Abenteuer ;) ), denn so wie ich es bisher aus den Foren lese, muss es eine Art “Industrial Light&Magic Show” sein, die die Helden da erleben dürfen, wo sie aber nichts tun und die fast gar nichts mit ihren persönlichen Zielen zu tun hat. Aber der Eindruck der Foren kann sehr täuschen, es sind eben Informationen aus zweiter Hand.

Aber ich würde das Ding nicht von Anfang an verteufeln.

4 Antworten auf “Donner und Sturm!”

  1. cg Says:

    Na vor allem einmal muss man bei den Diskussionen auch berücksichtigen, dass einiger Teilnehmer die Texte nicht vorliegen haben und nur aus dem heraus argumentieren, was andere Teilnehmer über den Inhalt geschrieben haben. Und da teilweise eine schon vor Erscheinen des Abenteuer verhärtete Diskussionskultur Einzug gehalten hatte, versehen die Diskussionsteilnehmer ihre “Inhaltsangaben” mit ihrer persönlichen Note und machen daraus bereits eine Wertung.
    Das ist also in etwa so, als wenn ein Schalke-Fan über Borussia Dortmund schreibt und andere Leute nur aufgrund dieses Textes Borussia Dortmund beurteilen würden.
    Oder anders gesprochen: Das ist so, als wenn Leute nur nachplappern würden, was die BILD-Zeitung über die Grünen oder die taz über die CDU schreiben.

    Ich finde es sehr schade, dass ein Teil der Diskussionen durch einen so großen Mangel an Sachkenntnis getrübt wird. Denn das Problem ist: von außen kann man zunächst nicht erkennen, welcher der Teilnehmer den Inhalt aus erster Hand kennt und welcher nur vom Hörensagen. Auf diese Weise verbreiten sich falsche Informationen oder fragwürdige Interpretationen schnell weiter (und ich will nicht ausschließen, dass solche verselbstständigten Diskussionen nicht auch schädlich für den Verkauf dse Produkts sein können).

    Gruß
    Chris

  2. Herr der Nacht Says:

    @ Chris

    und was ist wenn ich dass Produkt kaufe um darüber diskutieren zu können/dürfen obwohl ich es nicht fördern will?

    Am Ende hält mir der Autor auch noch vor dass die Verkaufszahlen ja dafür sprechen würden dass die Mehrzahl (was auch immer das sein möge) diese Art des Storytelling gut fände.

    Und damit würde ich dann indirekt meine eigene Kritik abschwächen bzw sogar gegenarbeiten.

    Siehe Beispiel Auribiel: die gute hatte aufgrund der Berichte ein schlechtes Bauchgefühl, hat es sich letztendlich gekauft nur um dieses bestätigt zu bekommen.

    Ich denke,da verlasse ich mich lieber auf Berichte aus zweiter, dritter Hand. Dass ich dann nicht alles en detail kritisieren kann aufgrund mangelnder Sachkenntnis nehme ich gerne in Kauf.

  3. cg Says:

    wenn Du das Produkt nicht fördern willst, solltest Du es auch nicht kaufen. So einfach ist das. Hab ich mit den Transformers-Filmen und den letzten beiden Robbie-Williams-Alben auch gemacht. Daher kann ich halt nicht mitreden, wenn es ins Detail geht, das sind die Konsequenzen daraus.

    Ärgern tut es mich nur, wenn jemand diese Konsequenzen nicht zu ziehen bereit ist und mit unzuverlässigen Informationen eine Diskussion bestreitet, die eigentlich Kenntnisse aus erster Hand erfordert. Mich ärgert zum Beispiel die gestern oder heute durch die Presse getriebene Nachricht von den hohen Pensionsansprüchen der SPD-Minister, weil hier durch die nicht gerade neutralen Berichte in BILD und Stern ein tendenziöses Bild gezeichnet wird und sich in den Foren der Websites jetzt lauter ahnungslose und mit vorbelasteten “Informationen” Leute die Finger wundtippen.

  4. Der Manu Says:

    Also liebe Leser das Donner und Sturm ist erstmal harter Tobak . Es ist erstmal als Meister nicht einfach die recht vielen NSCs mit Leben zu füllen, aber es ist machbar. Ich denke man sollte es tun sonst geht viel vom Flair des Rennen/Abenteuers verlohren.
    Zweitens das Abenteuer ist wirklich nur für wahre Helden geeignent die von ihrer Gesinnung und Charakter entklickung her bereit sind ohne Gegenleistung ihr Leib und Seele zu riskieren für die Sache der Zwölfe.
    Die Spieler sollten sich daher gründlich überlegen wenn sie mitnehmen.
    Drittens der Plot soweit ich ihn Richtig verstanden und gelesen habe ist recht genial, klasse gemacht. Bietet recht viel optionale Nebenplots, und Ansätze für Meister für alternativen zu vorgeschlagen Weg.
    Meine Mitspieler sind schon jezt sehr begeistert obwohl wir gerade erst am Anfang sind.

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