DSA5-Review I: Beta945b und Vorwort

Ohja, es klingt schon etwas nach „gepflegter Versionshistorie“ wenn man das PDF von Ulisses herunterlädt (Seite, Direktdownload) und es sind über 300 Seiten Text (und eher wenige Bilder). Das ist ein großer Brocken und deswegen nähere ich mich dem ganzen Stückchenweise, so wie damals bei D&D. Kapitel für Kapitel gehe ich mal das Buch durch (das mir nur als PDF vorliegt) und schreibe bei jedem Abschnitt von mir empfundene Plus- und Minuspunkte auf um das ganze etwas zu strukturieren.

Ich habe das Buch schon einmal quergelesen und muss enthusiastischen Fans leider mitteilen, dass mein Eindruck mehr als nur durchwachsen ist, es wirkt für mich eher wie ein Flickschusterwerk an Hausregeln für DSA4 (auch wenn einiges deutlich darüber hinaus geht) und die fehlenden „Designers Notes“ geben dem ganzen leider auch nicht gerade mehr Erkenntnispotenzial. Zudem ist es holperig geschrieben, voller Stilblüten und Fehler. Nichtsdetotrotz will ich dem Ganzen eine Chance geben (und rein auf das System eingehen, die seltsamen Stilblüten lasse ich mal außen vor – der Schreibstil ist noch nicht wichtig, da das Beta-Buch keinesfalls auch nur annähernd die Endversion sein kann) und fange einfach mal frisch mit Teil 1 an (meine Unterteilung ist recht willkürlich) – Vorwort und Einführung.

Nach einem recht erschlagenden Vorwort voller Dinge, die einen in Aventurien erwarten, geht es zum Spielbeispiel. Hier gibt es die typische Runde, die ein leider stinklangweiliges Szenario spielt. Und da kommt es neben der Erklärung, was Proben sind, wann man sie würfelt und in welchen Kapiteln man welches Teilregelwerk findet, zum ersten wunderschönen Schnitzer in Sachen „Referenzen“. Nicht, dass eine Seitenangabe falsch wäre, oh nein, auf Seite 248 erfährt man vieles über Schicksalspunkte – aber das, was der Held da im Spielbeispiel tut, nämlich nachträglich eine Probe doch noch gelingen lassen – das ist bei den Optionen der Schicksalspunkte überhaupt nicht dabei!

Also fangen wir an… mit der Zusammenfassung
+ schöne Übersicht über Aventurien und was dort möglich ist
+ nettes kleines Bildschen von Geron
– stinklangweiliges Szenario, dass die eben noch erwähnten Möglichkeiten von Aventurien kein Stück ausnutzt
– fehlerhafte Erklärung der Schicksalspunkte

1 Kommentar

  1. Nazir

    Und das typische Problem: Keine relevante Probe misslingt – interessant wärs gewesen, wenn die Elfe die Fährte nicht gefunden hätte. Wie geht man mit misslungenen Proben um? Fehlanzeige.

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