Die Top 13 meistignorierten Nachteile bei DSA

Diese Liste ist natürlich vollkommen subjektiv und keinesfalls repräsentativ, sondern basiert nur auf meinen Erfahrungen! Hier geht es um Nachteile, die entweder gar nicht dargestellt werden oder aber mit so vielen Rettungsringen angesichert wurden, dass sie praktisch nicht auftreten.

  1. Schulden (5-20 GP)
  2. Verpflichtungen (12 GP)
  3. Gesucht (5-10 GP, Stufe 3 kommt praktisch nicht vor)
  4. Lichtscheu (10 GP)
  5. Feind (1-8 GP)
  6. Wahrer Name (5 GP)
  7. Blutrausch (15 GP)
  8. Körpergebundene Kraft (7 GP)
  9. Randgruppe (5 GP)
  10. Krankheitsanfällig (7 GP)
  11. Albino (7 GP)
  12. Lästige Mindergeister (3 GP)
  13. jegliche schlechte Eigenschaft (3-18 GP)

Splittermond-Pink: Männerdiskriminierung par excellence!

Splittermon: Edition Pink
Splittermond will die weibliche Zielgruppe ansprechen
und das ist auch gar keine so schlechte Sache – eigentlich. Man kann aber auch über das Ziel hinausschießen und solche Sachen versprechen:

Zudem wird das Buch als kleines Extra noch ein DinA0-Poster des in der Frauenwelt besonders beliebten Ritter-Iconics Cederion enthalten – auf der Rückseite sogar ohne Rüstung. Ein absolutes MUSS für jede Sammlerin!

Und da frage ich: Was ist mit uns Männern? Wo ist unser Fanservice? Splittermond als „erwachsenes Produkt“ wird natürlich weniger Bilder von leichtbekleideten Heldinnen enthalten, die in seltsamer Pose dem Guten zum Sieg verhelfen (oder in noch seltsamerer Pose den bösen (ebenso leicht bekleideten) Herrscherinnen in die Hände fallen, die sie dann nach Herzenslust demütigen). Denn ein „erwachsenes Rollenspielprodukt“ bedient solche „billigen Klischees“ natürlich nicht. Die von Feministen und Feministinnen unterwanderte Splittermond-Redaktion denkt hierbei anscheind anders und nur an ihre eigenen Gelüste!

Ich fordere: Splittermond PinUp Kalender für alle Geschlechter! Jeweils! Und ich meine ALLE!

Ein (Nach)Spiel um Macht und Liebe

Hier möchte ich mal eine Abenteuerempfehlung aussprechen, weil ich die Ehre hatte, dieses Szenario aus dem Band Maskenspiele und Kabale jetzt zum zweiten Mal zu spielen – mit demselben Charakter!

Und das ist sehr gut möglich, denn es ist nicht nur modular aufgebaut und kann verschiedene Ausgänge haben, sondern das Thema des Abenteuers – die Wahl der Consilieri in Belhanka – ist jedes Jahr wieder aktuell. Verschiedene Stimmungen sind auch gut möglich, wie ich gestern gut bewiesen bekommen habe, ebenso kann man das Szenario so abkürzen, dass es an einem Tag durchspielbar ist.

Unser erster Anlauf war dabei etwas zu „groß“ möchte ich fast schon sagen. Die SL hatte am Anfang zu viele Charaktere zugelassen und es geriet etwas durcheinander – leider (und das bedaure ich wirklich sehr) ist die Gruppe nicht bis zum Ende des Abenteuers bestehen geblieben, gerade als die Helden richtig warm miteinander wurden und das Szenario auf seinen Höhepunkt zusteuerte, musste einer der Spieler aussteigen (böse Arbeitswelt, böse!) und dass war das Aus für dieses Abenteuer. In dieser Runde wurde eher dramatisch und an actionreichen Mantel&Degen Filmen orientiert gespielt, gewürzt mit einer Prise Mafiafilm und der Protagonist-NSC wurde durch den Vater meiner Heldin, einer Belhankaner Magierin ersetzt.

Von daher war ich etwas skeptisch als ich die Ausschreibung für den gestrigen Tag im Drachenzwinge-Spontanrundenforum sah. Das Abenteuer hatte ich schon einmal gespielt, aber das hält mich selten ab, es noch mal zu versuchen. Ich stellte sogar die Magierin zur Auswahl (neben meinen anderen Charakteren) und der SL wählte sie – er wollte offenbar eine „Ortskundige“ dabei haben. Und ich muss sagen: Ja, es war eine sehr gute Entscheidung! Die Runde war vom Stil her ganz anders, locker-leicht, klischeehaft-übertrieben (auch von SC-Seite hier, ich möchte dabei den Grie…Zyklopäer hervorheben, der uns (dank YouTube) die ganze Zeit mit Bouzoukimusik unterhielt) und sehr fröhlich (was auch an der Bouzouki lag), vor allem auf gewaltfreie Lösungen ausgelegt und beim ganzen Plot eher lustig. So wurde aus dem gefährlichen Mafiakiller Mertel ein charmanter Schlapphutstreuner, der uns (naja vor allem mir in Form meiner Magierin) sehr ans Herz wuchs und uns fleißig mit Informationen versorgte. Auch die Szenen waren anders – obwohl der Grundplot derselbe war. Durch den modularen Aufbau hatten wir nichts mit den Picaros und mit dem Bandenkrieg nur wenig zu tun – gaaanz anders als im ersten Abenteuer, da ist (wohl auch weil wir zu schnell etwas forsch wurden) fast unsere Geweihte an Armbrustbolzen gestorben und die Picaros waren ziemlich dicke mit den Helden. Das nur als Beispiel. Ich habe im Grunde zwei verschiedene Abenteuer unter derselben Prämisse gespielt…

Das „wiederkehrende“ Szenario eignet sich somit wunderbar zum mehrfachen spielen und darf auch ruhig ein bisschen schwieriger werden – als Kampagnensetting mit Ziel „einer der Helden wird Consilieri“ kann man die Helden sogar wunderbar an der Wahl wachsen sehen, während sie zwischen den Wahlen ihre Interessen verfolgen können. Mich würde so ein Setting sehr reizen, wenn ich Zeit dafür hätte, würde ich so etwas sehr sehr gerne spielen. So wird das allerdings ein Wunsch bleiben, der nicht zu erfüllen ist – aber das hindert mich nicht daran, das Szenario einmal auf der DZ Con für einen ganzen Tag anzubieten. Oder vielleicht zwei Tage. Wenn man es genießen und nicht hetzen will, ist das sogar eher zu empfehlen.

Everworld Engine

Auf dem großen :T:-Treffen bat mich der großartige Minneyar, dem ich nicht nur interessante Stunden des philosophierens über die Geburt eines neuen Universums und meinen Titel „Mondpapa“ verdanke, hier einmal seine „Everworld Engine“ zu verlinken. Dem Schöpfer zahlreicher meeerkwürdiger Universen und etlicher Musikstücke, die ich noch immer in Cthulhu verwende konnte ich diese Bitte natürlich nicht abschlagen. Den Link findet ihr auf der Hauptseite rechts… unten.

Aber ich kann mir vorher wenigstens seine Seite angucken und hier ein wenig darüber schreiben. Was finden wir also vor? Welten, wie der Name schon sagt. Ein Weltengegerator sorgt für eine Menge abwechslungsreicher wie abgedrehter Welten auf Knopfdruck. Einziger Kritikpunkt: Es ist ein clientseitig ausgeführtes Javascript… naja, davon mag man halten was man will… es funktioniert immerhin. 😉

Dann findet man da noch Pyros, seine Welt die genau so abgedreht ist wie die Welten, die der Generator (oder eher… die Engine) ausspuckt. Allerdings in etwas ausführlicher. Passend dazu gibt es auch ein durchklickbares Soloabenteuer, wo man diese Welt ein wenig kennen lernt.

Insgesamt eine schöne Seite, man darf auch die Musik nicht vergessen, die er so gemacht hat… es ist zwar nicht die gesamte Musik von ihm dort online, die ich bei mir habe, aber doch so einiges… und äh… Krach ist auch noch da, wer schon immer mal digitalen Krach haben wollte… 😀

Also von mir gibts eine Empfehlung für diese wunderbare Seite auf der bestimmt immer mal wieder frischer Inhalt kommt. Hab ich hier ja schließlich auch vor!

Tanelorn Wintertreffen 2014

Und wieder ging ein langes Wochenende ins Land und ich bin um einige Erfahrungen reicher geworden. Und da man am meisten Erfahrungspunkte bekommt, wenn man neue Gegner angeht, gibts hier mal meine AP in Bezug auf das Tanelorntreffen diesen Winter auf der Burg.

Die Burg (0 AP)
Ich war inzwischen schon zu oft auf der Burg und diesmal hat der Meister sogar den Winter vergessen. Schade, wandern im Schneegestöber hätte bestimmt wieder einige AP gebracht, wenn grad kein Spiel herumgelaufen wäre. Aber das habe ich ja letzten Winter schon gemacht. Und da ich die Burg schon gut kenne, gabs dafür auch keine AP. Der Meister knauserte hier.

Bluff (10 AP)
Am Donnerstag Abend begegnete mir viel Bier, ein Uli und mit ihm ein Patric. Die beschworen zusammen Wodka Lemon und … Bluff. Also musste ich dieses seltsame Würfelspiel spielen und schaffte es dank genialer Taktik auf Platz 2, musste mich nur einem wesentlich erfahrenen Zocker und Lügner namens Uli geschlagen geben. Ich wusste, Platz 1 hätte mehr AP gegeben.

7 Wonders (35 AP)
Tja, damit hat der gerissene Blender Uli L. nicht gerechnet. Er wähnte schon seinen zweiten Sieg, doch im Spiel um die sieben Weltwunder (mit… ehm… sechs Spielern…) errang ich die Führung und … habe zwar vergessen, was genau ich baute, aber es war ein glorreicher Sieg, jawohl! Der brachte auch mehr AP, doch meine AlP (Alkoholpunkte) für den Abend waren erschöpft, sodass ich irgendwann spät nachts in ein Schlafzimmer voller leiser Leute schlich und mich in einem Bett einkuschelte, das nicht besonders warm war. Man munkelte sogar, ich hätte leise geschnarcht…

Lindy Hop (50 AP)
Freitag morgen, leichte Katerstimmung und… Tanz. Ja, Lindy Hop ist kein Spiel, sondern ein Tanz (Swing, 20er Jahre bis heute) und äußerst geeignet für jedes Cthulhu-LARP in den 20ern. Der Boni verteilte hierbei alle seine Lehrmeister-Boni und meine Fähigkeiten stiegen von Null auf… ein bisschen. Naja. Immerhin habe ich dank ihm die Eselsbrücke „Lekker Amsterdam, Amsterdam“ gelernt und wie man Mädels durch die Gegend wirbeln lässt. Das ist bei Tanzpartnerinnen jeder Größe eine wahre Freude 😀

Backwarentest (1 AP)
Nunja, es hätte auch „Burgen und Backwaren“ von 1of3 am Freitag Nachmittag sein können, aber diese Runde war dann leider doch „nur“ ein gemütliches Beisammensein mit Stricken (nicht die, an denen man sich aufhängt, sondern die, aus denen Wollsocken entstehen… viele Wollsocken!) im Kaminzimmer, währenddessen der Kampf gegen Chai-Brownies, Waldmeister-Streuselkuchen und Buntstreusel-Marmorkuchen (der saftige, leckere) langsam, aber stetig voranschritt. Da sie meine LeP heilten, gabs nur einen Tröst-AP für diese sehr einfachen Kämpfe.

Mystix (50 AP)
Der Freitag Abend brachte mir das sehr, ehm, interessante Würfelsystem von Mystix und die dazugehörige Welt näher. Wer 3W20 mag, muss Mystix lieben, es verwendet nämlich 6W20. Allerdings müssen die alle nur unter einen Wert, nicht unter drei verschiedene. Und so sammelt man Erfolge, dazu darf man von der Hälfte der Würfel die Erfolgsanzahl verdoppeln. Man muss nur vorher festlegen, welche. Festlegen, nicht sagen, das Vertrauen des SL in die Spielerschaft war grandios und er lieferte ein sehr strategisches Abenteuer ab, in dem wir (ein Gandalf-Wanderer, eine fast etwas zu geradlinig-heilige Hammeritin, ein leiser Kill.. eh Wilder und meine Wenigkeit, Cubiker und Open-Source-Aktivist) Welt, System und den SL kennen lernten. Auf der Mission, einen entlaufenen Gefangenen mit allen Mitteln der Regirung zurückzuholen (gut, die waren keine sooo große Hilfe, aber mehr als in jedem DSA Abenteuer!) setzten wir alles (und ich meine alles… inklusive 101 Chihuahuas) sinnvoll ein, um das Abenteuer zu einem… ziemlich unblutigen Ende zu bringen. Interessant war, dass wir quasi das „Framework“ für die Gruppe am Folgetag bilden sollten, die den Gefangenen verschwinden lassen sollte. Die machte dann nur etwas so vollkommen anderes, dass unsere Vorarbeit dem SL auch nicht mehr soo sehr half, dafür war das Abenteuer einen Tick zu frei.

Weisheiten am Freitag Abend (10 AP)
Die AP gab es hauptsächlich dafür, dass ich diesmal die Finger vom Alkohol ließ und den versammelten Weisheiten national anerkannter Rollenspielgurus lauschte, sie mit meinen wenigen Erfahrungen anzureichern versuchte, und somit klüger wurde. Nun weiß ich mehr über Vampire-LARPer und was sie wirklich tun, kenne die effektivsten Verkaufstaktiken für deutsche Rollenspiele (Tipp 1: produzier erstmal woanders 😉 ) und lernte, was man mit Kickstarter so alles erreichen kann.

Ausschlafen (0 AP)
Samstag morgens auszuschlafen und erst zum Mittagessen aufzustehen beraubte mich zwar einer wertvollen AP-Quelle (bestimmt hätte irgendwas gespielt werden können, im Zombie-LARP wäre ich unschlagbar gewesen!), aber es regenerierte erschöpfte Ressourcen, die ich noch brauchen konnte!

Improworkout (38 AP)
Nach dem samstäglichen Frühst… Mittagessen hieß es zwar, dass ich bei einer Runde NOVA mitspielen könnte, aber ich wurde aufgrund eines temporär abwesenden Spielleiters von hinterlistigen Improvisateuren shanghait. Hier bekam ich dann mein Zombie-Larp, aber mit Tanz. Und insgesamt war da so viel Bewegung drin („Wusch!“), dass ich am Ende ganz erschöpft war. Diese Improtheatersache ist zwar interessant, aber ab einem gewissen Punkt leider in meinen Augen auch zu beliebig, zu schnell vorbei. Ich mag immersionistisches Improtheater sitzend am Tisch, wo man einen bis drei feste Charaktere spielt, die idealerweise noch von einer handvoll Werte als Orientierungshilfe umrissen werden, irgendwie lieber 😉
Nach meinem fast fluchtartigen Rückzug gegen Ende, um dem Tod durch Erschöpfung zu entgehen, füllte ich meine Reserven im Kaminzimmer mit Suros Torte und Schokolade auf. Suro versuchte die Torte überall loszuwerden, aber ich prophezeie ihm (glücklicherweise!) keine große Karriere im Marketing. Jedenfalls nicht im Endverbraucherdirektmarketing… 😉

Kontakt mit dem Sternentor (50 AP)
Am Samstag Abend ging es dann zum Darth Evi (aka Evendor Umil?), in dessen Stargate Runde ich mich eingetragen hatte. Auf dem Tisch gab es schick gemachte Mappen (wie damals in der Schule) wo Dinge wie „Confidential“ und „Top Secret“ standen. Dort waren unsere Charakterbögen und ein recht ausführliches Mission Briefing (von einem unkundigen Russen immer wieder „Memo“ genannt, aber dessen Konpetenz zeigte sich dann später im ersten Feuergefecht), wobei uns unter anderem auch klar wurde, das Stargate D20 wohl doof sei und wir stattdessen mit dem System „Contact“ spielen müssten. Glücklicherweise hatte ich einen W100 dabei, der mich in den folgenden Schleichaktionen zuverlässig im Stich ließ, nachdem der ansonsten leider fast unnütze Geisteswissenschaftler, die chronisch zu kluge Astrophysikerin und eben jener etwas zu sehr am Memo orientierte Speznaz-Kämpfer jene Proben mit Bravour bestanden.
Das Szenario war recht geradlinig, aber dank ihm konnten wir teilweise sehr gut ausprobieren, wie das Kampfsystem so funktioniert. Zum Beispiel ist man mit hoher Initiative als erstes dran, mit noch höherer INI sogar noch öfter als die Gegner (es ist ein bisschen wie Shadowrun 2) und kann alle Gegner ausschalten oder auch sein eigenes Bein. Der Russe hat alle drei Gelegenheiten wahrgenommen. Ansonsten ist hier nur noch ein absolut genialer Granatenwurf des Geisteswissenschaftlers zu erwähnen (der in seinem Kernkompetenzbereich… eh… nicht so gut würfelte…) und das Auftauchen von SG-1 die als die großartigen NSCe am Ende mit bekannten Filmtaktiken ein Goa’uld Raumschiff vom Himmel holten, das wir zuvor gefunden haben (naja… die Astrophysikerin hat es gefunden). Mir als altem DSA-Liebhaber ging bei diesen NSC sofort das Herz auf (aber die Aktion war ansonsten auch recht passend, wir allein hätten die Kämpfe tatsächlich nicht mehr geschafft).

Invocatio Jiba (30 AP)
Nach den Goa’uld fand sich das halbe Treffen (gefühlt jedenfalls) im Kaminzimmer ein und wir versuchten gemeinsam aus jedem neuen Eintreffenden ein Jiba zu beschwören. Das gelang uns jedoch nicht und nach einigen Versuchen geschah das unvermeidliche: Ein Patzer. Neben dem Paradoxon, dass der Vater von Jibas Vater (also Crimson King) auch gleichzeitig dessen (also Jibas) Sohn wurde, zersplitterte das Jiba und hinterlies nur Facetten. Nun sind wir wohl alle nur noch Facetten von Jiba und müssen sein Andenken ehren. Ich selbst sah seinen Geist noch am Sonntag im Burghof, aber das kann er ja unmöglich gewesen sein. Es erschien mir fast, als würde er sich bei jedem Vokal in seiner Nähe leicht krümmen und sich entfernen zu wollen.

Summa Summarum: 274 AP, zwei Spezielle Erfahrungen auf Tanzen und den Invocatio, das Treffen hat sich also sehr gelohnt, dazu war die Organisation wunderbar, alles war einfach und ich habe nichts schlechtes finden können, von der Abfahrt von der Arbeit bis zur Ankunft zu Hause. Nichtmal das Essen hat mich so richtig enttäuschen können!

MS Con 2013 Teil 0: Die Con

Nun stehe ich also auf der kalten, regnerischen Haltestelle Hämelerwald und warte auf den Zug – eine perfekte Gelegenheit, einen Blog Beitrag zu verfassen.

4 Tage, wenn man die halben Tage zusammenzählt, trafen sich in Sievershausen einige Rollenspieler, um zusammen zu spielen. Das waren Brettspiele, teilweise selbst entwickelte Kartenspiele und manchmal auch Rollenspiele.

Ich will in den nächsten Tagen einmal die Spiele, die ich gespielt habe, Revue passieren lassen. Das mache ich in einzelnen, kleinen Beiträgen, die ich in den nächsten Tagen schreiben werde. Denn fast jedes dieser Spiele hat einen eigenen Beitrag verdient. Fast, weil ich es nach „Spielslots“ unterteilen werde und ich in einem Slot sogar mal zwei Brettspiele ausprobiert habe.

Wer sich noch für die Gegebenheiten auf der Con interessiert, kann hier weiterlesen, andere können bis zum Ende scrollen, wo sich eine Auflistung der Runden befindet. Read More MS Con 2013 Teil 0: Die Con

Maptool – die Einstiegshürde

Letzten Freitag hatte ich eine wunderbare kurze Spontanrunde mit einigen Einsteigern, die das Rollenspiel per Teamspeak kennen lernen wollten bzw. teilweise ganz neu in der Materie „Pen&Paper“ waren. Das technische Setup gehört nicht immer zu den einfachsten Teilen eines Spielabends, vor allem wenn man sich spontan und dann auch nur für einen einzigen Abend trifft. Hier ein Spielbericht auf der Drachenzwinge dazu.

Ich persönlich habe schon mit vier Programmen gespielt: Pen&Paper (pnp4.exe), Gametable (auf Java Basis), Maptools (ebenfalls auf Java Basis) und Fantasy Grounds (Windows-exe). Alle Programme sind glücklicherweise auch unter Linux lauffähig.

Gametable wird inzwischen kaum noch verwendet, ebenso wie Pen&Paper. Beides sind sehr einfache Programme ohne große Möglichkeiten (wie einen eigenen Spielstein einzubauen und viele Proben automatisch zu würfeln). Maptools und Fantasy Grounds können diesen Service bieten, wenn man das richtige „Ruleset“ geladen hat. Bei Fantasy Grounds funktioniert das wunderbar und einfach, allerdings mit der Einschränkung, dass das Programm (nicht das Ruleset) Geld kostet und man meist etwas auf seine Lizenz warten muss, wenn der SL (der hier zwingend auch den Server stellen muss) nicht die sehr teure Ultimate-Lizenz zur Verfügung hat.

Blieb uns armen Leuten also Maptools. Das muss man mit einem Übergabeparameter starten, sonst kann man den Heldenbogen (das „Ruleset“) in dem Programm nicht (richtig) öffnen. Und wie das Schicksal es so wollte… alle Möglichkeiten, das Ding per Übergabeparameter zu starten, schlugen bei einigen Leuten fehl. Es lag meist an der Java Version und auch an der Kommandozeile an sich. Das kann leider sehr, sehr frustrierend werden. Unter Linux(Ubuntu/Fedora jedenfalls) war das alles überhaupt kein Problem, nur benutzt das kaum jemand außer mir.

Anfangs konnten wir das Problem immerhin beim SL lösen, da wir die Zeit hatten (siehe Spielbericht) am Ende aber waren es zu viele Neulinge und bei KEINEM klappte es auf Anhieb. Nur der „Kern“ konnte die Funktionen des Rulesets nutzen. Die anderen, die dazu gekommen waren, mussten mit den einfacheren Würfelfunktionen Vorlieb nehmen, was echt schade war. Und wir haben so einiges ausprobiert (Batchdatei anpassen, Java 6 zusätzlich installieren, Weblauncher versuchen). Es klappte bei einigen schlicht nicht. Bis zum zweiten Spieltermin hatten zumindest zwei weitere das Problem lösen können: Einer durch die Anpassung einer Kommandozeile und der andere wohl durch viel Aufwand mit Java 6.

Momentan gibts leider keine wirklich befriedigende Lösung für das Problem, soweit ich weiß. Das ist leider eine böse Einstiegshürde für Einsteiger ins Online-Pen&Paper und ich hoffe, dass da irgendwann mal die Lösung vom Himmel fällt. Immerhin funktioniert meist der Doppelklick auf die .jar-Datei und man kann grundsätzlich spielen, Karten sehen, Bilder laden, seinen Spielstein verschieben und würfeln.

Nachtrag: Links zu den einzelnen Programmen:
Pen&Paper4
Gametable
Roll20.net
Maptool
Fantasy Grounds