Kategorie: Sieh es dir an!

In dieser Kategorie werden Filme, TV-Events, Streams und alles mögliche katalogisiert, was der Geek von Welt gesehen haben muss!

Everworld Engine

Auf dem großen :T:-Treffen bat mich der großartige Minneyar, dem ich nicht nur interessante Stunden des philosophierens über die Geburt eines neuen Universums und meinen Titel „Mondpapa“ verdanke, hier einmal seine „Everworld Engine“ zu verlinken. Dem Schöpfer zahlreicher meeerkwürdiger Universen und etlicher Musikstücke, die ich noch immer in Cthulhu verwende konnte ich diese Bitte natürlich nicht abschlagen. Den Link findet ihr auf der Hauptseite rechts… unten.

Aber ich kann mir vorher wenigstens seine Seite angucken und hier ein wenig darüber schreiben. Was finden wir also vor? Welten, wie der Name schon sagt. Ein Weltengegerator sorgt für eine Menge abwechslungsreicher wie abgedrehter Welten auf Knopfdruck. Einziger Kritikpunkt: Es ist ein clientseitig ausgeführtes Javascript… naja, davon mag man halten was man will… es funktioniert immerhin. 😉

Dann findet man da noch Pyros, seine Welt die genau so abgedreht ist wie die Welten, die der Generator (oder eher… die Engine) ausspuckt. Allerdings in etwas ausführlicher. Passend dazu gibt es auch ein durchklickbares Soloabenteuer, wo man diese Welt ein wenig kennen lernt.

Insgesamt eine schöne Seite, man darf auch die Musik nicht vergessen, die er so gemacht hat… es ist zwar nicht die gesamte Musik von ihm dort online, die ich bei mir habe, aber doch so einiges… und äh… Krach ist auch noch da, wer schon immer mal digitalen Krach haben wollte… 😀

Also von mir gibts eine Empfehlung für diese wunderbare Seite auf der bestimmt immer mal wieder frischer Inhalt kommt. Hab ich hier ja schließlich auch vor!

Tanelorn Wintertreffen 2014

Und wieder ging ein langes Wochenende ins Land und ich bin um einige Erfahrungen reicher geworden. Und da man am meisten Erfahrungspunkte bekommt, wenn man neue Gegner angeht, gibts hier mal meine AP in Bezug auf das Tanelorntreffen diesen Winter auf der Burg.

Die Burg (0 AP)
Ich war inzwischen schon zu oft auf der Burg und diesmal hat der Meister sogar den Winter vergessen. Schade, wandern im Schneegestöber hätte bestimmt wieder einige AP gebracht, wenn grad kein Spiel herumgelaufen wäre. Aber das habe ich ja letzten Winter schon gemacht. Und da ich die Burg schon gut kenne, gabs dafür auch keine AP. Der Meister knauserte hier.

Bluff (10 AP)
Am Donnerstag Abend begegnete mir viel Bier, ein Uli und mit ihm ein Patric. Die beschworen zusammen Wodka Lemon und … Bluff. Also musste ich dieses seltsame Würfelspiel spielen und schaffte es dank genialer Taktik auf Platz 2, musste mich nur einem wesentlich erfahrenen Zocker und Lügner namens Uli geschlagen geben. Ich wusste, Platz 1 hätte mehr AP gegeben.

7 Wonders (35 AP)
Tja, damit hat der gerissene Blender Uli L. nicht gerechnet. Er wähnte schon seinen zweiten Sieg, doch im Spiel um die sieben Weltwunder (mit… ehm… sechs Spielern…) errang ich die Führung und … habe zwar vergessen, was genau ich baute, aber es war ein glorreicher Sieg, jawohl! Der brachte auch mehr AP, doch meine AlP (Alkoholpunkte) für den Abend waren erschöpft, sodass ich irgendwann spät nachts in ein Schlafzimmer voller leiser Leute schlich und mich in einem Bett einkuschelte, das nicht besonders warm war. Man munkelte sogar, ich hätte leise geschnarcht…

Lindy Hop (50 AP)
Freitag morgen, leichte Katerstimmung und… Tanz. Ja, Lindy Hop ist kein Spiel, sondern ein Tanz (Swing, 20er Jahre bis heute) und äußerst geeignet für jedes Cthulhu-LARP in den 20ern. Der Boni verteilte hierbei alle seine Lehrmeister-Boni und meine Fähigkeiten stiegen von Null auf… ein bisschen. Naja. Immerhin habe ich dank ihm die Eselsbrücke „Lekker Amsterdam, Amsterdam“ gelernt und wie man Mädels durch die Gegend wirbeln lässt. Das ist bei Tanzpartnerinnen jeder Größe eine wahre Freude 😀

Backwarentest (1 AP)
Nunja, es hätte auch „Burgen und Backwaren“ von 1of3 am Freitag Nachmittag sein können, aber diese Runde war dann leider doch „nur“ ein gemütliches Beisammensein mit Stricken (nicht die, an denen man sich aufhängt, sondern die, aus denen Wollsocken entstehen… viele Wollsocken!) im Kaminzimmer, währenddessen der Kampf gegen Chai-Brownies, Waldmeister-Streuselkuchen und Buntstreusel-Marmorkuchen (der saftige, leckere) langsam, aber stetig voranschritt. Da sie meine LeP heilten, gabs nur einen Tröst-AP für diese sehr einfachen Kämpfe.

Mystix (50 AP)
Der Freitag Abend brachte mir das sehr, ehm, interessante Würfelsystem von Mystix und die dazugehörige Welt näher. Wer 3W20 mag, muss Mystix lieben, es verwendet nämlich 6W20. Allerdings müssen die alle nur unter einen Wert, nicht unter drei verschiedene. Und so sammelt man Erfolge, dazu darf man von der Hälfte der Würfel die Erfolgsanzahl verdoppeln. Man muss nur vorher festlegen, welche. Festlegen, nicht sagen, das Vertrauen des SL in die Spielerschaft war grandios und er lieferte ein sehr strategisches Abenteuer ab, in dem wir (ein Gandalf-Wanderer, eine fast etwas zu geradlinig-heilige Hammeritin, ein leiser Kill.. eh Wilder und meine Wenigkeit, Cubiker und Open-Source-Aktivist) Welt, System und den SL kennen lernten. Auf der Mission, einen entlaufenen Gefangenen mit allen Mitteln der Regirung zurückzuholen (gut, die waren keine sooo große Hilfe, aber mehr als in jedem DSA Abenteuer!) setzten wir alles (und ich meine alles… inklusive 101 Chihuahuas) sinnvoll ein, um das Abenteuer zu einem… ziemlich unblutigen Ende zu bringen. Interessant war, dass wir quasi das „Framework“ für die Gruppe am Folgetag bilden sollten, die den Gefangenen verschwinden lassen sollte. Die machte dann nur etwas so vollkommen anderes, dass unsere Vorarbeit dem SL auch nicht mehr soo sehr half, dafür war das Abenteuer einen Tick zu frei.

Weisheiten am Freitag Abend (10 AP)
Die AP gab es hauptsächlich dafür, dass ich diesmal die Finger vom Alkohol ließ und den versammelten Weisheiten national anerkannter Rollenspielgurus lauschte, sie mit meinen wenigen Erfahrungen anzureichern versuchte, und somit klüger wurde. Nun weiß ich mehr über Vampire-LARPer und was sie wirklich tun, kenne die effektivsten Verkaufstaktiken für deutsche Rollenspiele (Tipp 1: produzier erstmal woanders 😉 ) und lernte, was man mit Kickstarter so alles erreichen kann.

Ausschlafen (0 AP)
Samstag morgens auszuschlafen und erst zum Mittagessen aufzustehen beraubte mich zwar einer wertvollen AP-Quelle (bestimmt hätte irgendwas gespielt werden können, im Zombie-LARP wäre ich unschlagbar gewesen!), aber es regenerierte erschöpfte Ressourcen, die ich noch brauchen konnte!

Improworkout (38 AP)
Nach dem samstäglichen Frühst… Mittagessen hieß es zwar, dass ich bei einer Runde NOVA mitspielen könnte, aber ich wurde aufgrund eines temporär abwesenden Spielleiters von hinterlistigen Improvisateuren shanghait. Hier bekam ich dann mein Zombie-Larp, aber mit Tanz. Und insgesamt war da so viel Bewegung drin („Wusch!“), dass ich am Ende ganz erschöpft war. Diese Improtheatersache ist zwar interessant, aber ab einem gewissen Punkt leider in meinen Augen auch zu beliebig, zu schnell vorbei. Ich mag immersionistisches Improtheater sitzend am Tisch, wo man einen bis drei feste Charaktere spielt, die idealerweise noch von einer handvoll Werte als Orientierungshilfe umrissen werden, irgendwie lieber 😉
Nach meinem fast fluchtartigen Rückzug gegen Ende, um dem Tod durch Erschöpfung zu entgehen, füllte ich meine Reserven im Kaminzimmer mit Suros Torte und Schokolade auf. Suro versuchte die Torte überall loszuwerden, aber ich prophezeie ihm (glücklicherweise!) keine große Karriere im Marketing. Jedenfalls nicht im Endverbraucherdirektmarketing… 😉

Kontakt mit dem Sternentor (50 AP)
Am Samstag Abend ging es dann zum Darth Evi (aka Evendor Umil?), in dessen Stargate Runde ich mich eingetragen hatte. Auf dem Tisch gab es schick gemachte Mappen (wie damals in der Schule) wo Dinge wie „Confidential“ und „Top Secret“ standen. Dort waren unsere Charakterbögen und ein recht ausführliches Mission Briefing (von einem unkundigen Russen immer wieder „Memo“ genannt, aber dessen Konpetenz zeigte sich dann später im ersten Feuergefecht), wobei uns unter anderem auch klar wurde, das Stargate D20 wohl doof sei und wir stattdessen mit dem System „Contact“ spielen müssten. Glücklicherweise hatte ich einen W100 dabei, der mich in den folgenden Schleichaktionen zuverlässig im Stich ließ, nachdem der ansonsten leider fast unnütze Geisteswissenschaftler, die chronisch zu kluge Astrophysikerin und eben jener etwas zu sehr am Memo orientierte Speznaz-Kämpfer jene Proben mit Bravour bestanden.
Das Szenario war recht geradlinig, aber dank ihm konnten wir teilweise sehr gut ausprobieren, wie das Kampfsystem so funktioniert. Zum Beispiel ist man mit hoher Initiative als erstes dran, mit noch höherer INI sogar noch öfter als die Gegner (es ist ein bisschen wie Shadowrun 2) und kann alle Gegner ausschalten oder auch sein eigenes Bein. Der Russe hat alle drei Gelegenheiten wahrgenommen. Ansonsten ist hier nur noch ein absolut genialer Granatenwurf des Geisteswissenschaftlers zu erwähnen (der in seinem Kernkompetenzbereich… eh… nicht so gut würfelte…) und das Auftauchen von SG-1 die als die großartigen NSCe am Ende mit bekannten Filmtaktiken ein Goa’uld Raumschiff vom Himmel holten, das wir zuvor gefunden haben (naja… die Astrophysikerin hat es gefunden). Mir als altem DSA-Liebhaber ging bei diesen NSC sofort das Herz auf (aber die Aktion war ansonsten auch recht passend, wir allein hätten die Kämpfe tatsächlich nicht mehr geschafft).

Invocatio Jiba (30 AP)
Nach den Goa’uld fand sich das halbe Treffen (gefühlt jedenfalls) im Kaminzimmer ein und wir versuchten gemeinsam aus jedem neuen Eintreffenden ein Jiba zu beschwören. Das gelang uns jedoch nicht und nach einigen Versuchen geschah das unvermeidliche: Ein Patzer. Neben dem Paradoxon, dass der Vater von Jibas Vater (also Crimson King) auch gleichzeitig dessen (also Jibas) Sohn wurde, zersplitterte das Jiba und hinterlies nur Facetten. Nun sind wir wohl alle nur noch Facetten von Jiba und müssen sein Andenken ehren. Ich selbst sah seinen Geist noch am Sonntag im Burghof, aber das kann er ja unmöglich gewesen sein. Es erschien mir fast, als würde er sich bei jedem Vokal in seiner Nähe leicht krümmen und sich entfernen zu wollen.

Summa Summarum: 274 AP, zwei Spezielle Erfahrungen auf Tanzen und den Invocatio, das Treffen hat sich also sehr gelohnt, dazu war die Organisation wunderbar, alles war einfach und ich habe nichts schlechtes finden können, von der Abfahrt von der Arbeit bis zur Ankunft zu Hause. Nichtmal das Essen hat mich so richtig enttäuschen können!

Die Attentäter v2.0 reloaded

Es gibt sicherlich so einige Leute, die das Abenteuer „Die Attentäter“ und das berühmte Bild darin noch nicht kennen. Das war früher aber auch ein Erlebnis! Toll, sagen viele. Schrott, sagen andere. Weil es pures Schienenfahren ist. Es ist im Grunde das, was manche Leute DSA so gerne vorwerfen: eine Geschichte zum Vorlesen. Und das in systemgestützter Akribie.

Will man es etwas freier gestalten, so steht man vor Problemen, wie zum Beispiel der gute Y.Dobon im Vinsaltforum, der auch nicht so recht weiter weiß, denn an einer Stelle krankt das Abenteuer sehr: sobald den Spielern und Charakteren bewusst wird, was da eigentlich abläuft, wollen sie nicht mehr in die vorgegebene Richtung sondern aus dieser Sache ausbrechen. Das ist klar, wie jedes gefangene Tier, das die Freiheit liebt und noch selber denken kann.

Aber das geht nicht: es ist schlicht mit den Mitteln des Abenteuers nicht möglich! Auch der Spielleiter bekommt keine Hinweise, keine Hilfen, das Szenario freier zu gestalten. Theoretisch müsste man also eine neue Version davon schreiben. Ein „Attentäter 2.0“ in dem die Rahmenbedingungen gegeben werden, innerhalb derer die Helden gegen die Schienen hämmern können. Oder mehrere. Wäre das nicht mal ein Thema für einen Wettbewerb? „Die Attentäter – how it should have ended„, da könnte man im Grunde eine Anthologie draus machen… 😉

Delete after watching

Eigentlich gehört das in die Kategorie „sieh es dir NICHT an“ aber ich muss trotzdem darauf hinweisen: „Burn after Reading“ (ja genau der Film mit George Clooney und Brad Pitt) ist keine DVD die ich mir kaufen, geschweige denn nochmal ausleihen würde… das ganze Machwerk ist ein anderthalbstündiger großer Witz, der am Ende kurz lustig ist. Aber eigentlich haben wir nur gelacht weil der Film echt SO bescheuert ist… und was hat das mit DSA zu tun? Nun stellt euch vor, zwei DSA-Erststüfler denken, sie sind James Bond… ein Feuerwerk der Unfähigkeit und Missverständnisse. Ein Meilenstein, dieser Film, wahrhaftig…

So, zu Ende gemeckert. Musste raus. Verdammt, anderthalb Stunden vergebens! *grml*

Himmeldurchbrechend

Das hier hört sich in meinen Ohren auch ein wenig nach Tengen Toppa Gurren Lagann an – naja vielleicht nicht unbedingt wegen den Mechas, aber die Idee aus einer Erdhöhle hervorzukriechen, sich feindlichen Mächten zu stellen und dabei selbst immer mächtiger zu werden um am Ende einer Großverschwörung aus uralter Zeit auf die Schliche zu kommen (wer weiß warum der Computer im Spiel so reagiert hat?) ist dem doch sehr verwandt.

Ansonsten will ich hier, auch wenn es sich um eine Animeserie und keinen normalen Film handelt, eine Empfehlung aussprechen: wenn ihr drankommt, schaut sie euch an. Allein wegen Kamina! Ein wahres Idol! 😀

Seitenüberarbeitung

Hab grade mal ein wenig die statischen Seiten im Blog überarbeitet… und arbeite grad auch an einem neuen CMS für meine eigene Homepage, damit ich Inhalte direkt einstellen kann. Denn grade da wird noch was kommen und ich will das nicht hier im Blog machen. Die Seite an sich soll bleiben! Ich bin ein Fan guter alter DSA-Seiten! 🙂

Und weil ichs drüben in „Objektive Kritik an DSA4“ angekündigt habe, schreibsel ich mal an „Jens Guide to DSA4-PG“ 😉

Von irdisch-aventurischer Arroganz

Tja die Aventurier. Was sie nicht schon alles wissen. Ich meine: jedesmal wenn man im Abenteuer eine Geschichte hört, kann man mit enorm hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sie wahr ist. Jedes Märchen hat nicht nur einen wahren Kern sondern beschreibt die Situation oft genau so wie sie dereinst war und gibt hilfreiche Hinweise, wie man die Zukunft verändern könnte.

Und wenn die Helden eine Prophezeiung hören, die darüber hinausgeht, dass irgendwas unbestimmtes irgendwo irgendwann irgendwie passieren wird, kann man auch davon ausgehen, dass sie sich innerhalb des Abenteuers oder der Kampagne (bestenfalls) erfüllen wird.

Das ist so fast schon Standard. Wenn die Aventurier eine Geschichte hören, an den Ort reisen und vieles anders als beschrieben vorfinden, geht das Gemaule los. Und damit kommen wir an den Spieltisch, denn die Spieler sind es ja gewohnt, das die Geschichten stimmen und die zahlreichen Dinge und Aktionen, die sie sich auf dieser Basis ausgedacht haben, funktionieren werden.

Da mault man dann, dass es ja anders wäre, dass man sich dann die Geschichte sparen könnte und so weiter. Weil man sich ja sonst darauf verlassen könne, dass die Geschichte schon so stimmt.

Vielleicht hab ich nur grad schlechte Laune wegen der Uni hier, aber irgendwie… hab ich keine Lust mehr diese Erwartungen zu erfüllen…

@cg: ja es geht um was konkretes, hat aber nichts mit realen Personen zu tun sondern eher mit meiner Erwartungshaltung. Und vielleicht sollte ich das gar nicht posten. Wenn ihr diesen Text lest, ist es allerdings schon zu spät… Ich geh jetzt Warhammer spielen.